Arbeitsgruppe Antisemitismus

Texte, Literaturtipps, Diskussionsergebnisse... 

OGR Lübeck-Altstadt
Anmerkungen zum linken Antisemitismus

Es bricht sich Bahn, was nie weg war

Kontinuierlich nahm die Judenfeindlichkeit in den letzten Jahrzehnten zu, die Zahlen und Statistiken sind eindeutig. 

Doch erst der Hamas Überfall mit dem Gemetzel und Vergewaltigen von Juden und Jüdinnen oder an denen, die die Mörder und Vergewaltiger für Juden und Jüdinnen hielten, führte zu einer Explosion der Judenfeindlichkeit. 

Die Zahlen und Statistiken zum Antisemitismus sind erneut eindeutig. Das Massaker hat nicht zur Solidarität mit den Opfern geführt, sondern zur Solidarität mit den Tätern.

Wären die Opfer nicht Jüd*innen, wäre dieses Paradox nicht denkbar.

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Was ist Antisemitismus?

Teste dein Wissen über Antisemitismus

Vorurteile und Hass gegenüber Jüdinnen:Juden sind weit verbreitet. Was weißt du über Antisemitismus? Woran erkennt man antisemitische Aussagen? Und wie viele Menschen teilen solche Ansichten? 

In einem Quiz werden Fragen zum Ankreuzen gestellt und Erläuterungen zu deinen Antworten

Los Geht's 

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Das Quiz ist folgender Seite entnommen:

An allem Schuld

Wie Antisemitismus funktioniert 

„Die Juden sind an allem schuld“ – so könnte man Antisemitismus, das heißt Judenfeindschaft, zusammenfassen. Doch was ist Antisemitismus genau? Wie äußert er sich? Und was können wir dagegen tun? Klicke dich durch verschiedene Bereiche. Entdecke Infos, Quizze und Videos.

Veronika Kracher
Wenn Anti-Israel-Aktivist*innen alle Hemmungen verlieren

Wer sich gegen Antisemitismus stellt, gerät schnell ins Fadenkreuz von antiisraelischen Aktivist*innen. Wie sich die Empörungsspirale immer weiter in Richtung Gewalt dreht, beschreibt Veronika Kracher in diesem Gastbeitrag.  

Ersterscheinung in Belltower News

Katharina König-Preuss ist langjährige Politikerin der Linkspartei und eine der wichtigsten antifaschistischen Stimmen im deutschsprachigen Raum. Sie setzt sich außerdem vehement gegen Antisemitismus ein – ob dieser nun von rechts, von Islamist*innen, aus der bürgerlichen Mitte oder von links kommt. Auf Social Media kritisierte König-Preuss den Beschluss der Linken auf dem Bundesparteitag in Chemnitz, die umstrittene „Jerusalem Declaration on Antisemitism“ zur Parteilinie zu erklären. Als Reaktion darauf erhielt sie, so berichtet König-Preuss, zahlreiche Kommentare und Nachrichten, in denen sie als „Faschistin“, „Rassistin“ oder sogar als „Zionistenfotze“ betitelt werde.

Kristina Lunz leitet das Centre for Feminist Foreign Policy. Sie hat einen ausführlichen Blogbeitrag darüber veröffentlicht, seit Monaten einer Schmierenkampagne ausgesetzt zu sein, initiiert von sich selbst als progressiv verstehenden Akteur*innen: weil sich Lunz gegen Antisemitismus positioniert und angeblich zuwenig gegen das Leid der Palästinenser*innen. Die Kampagne wird immer wieder von den immergleichen Akteur*innen angestoßen, weil die Empörung über Lunz als antisemitismuskritische Frau innerhalb sozialer Medien sehr gut funktioniert.

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Richard Schuberth
And the Winner Is ... Hamas

Wie es einer klerikalfaschistischen Mördersekte gelang, die Bemühungen eines großen Teils der internationalen Linken vom Kampf gegen Kapitalismus und Umweltzerstörung auf den gegen einen Ministaat umzulenken, der als Knotenpunkt aller Weltübel halluziniert wird.

Hello, here is the United Kingdom. 

Bonjour, ici le Royaume-Uni. Hamas: 

twelve points, Hamas: douze points, 

Israel: zero points, Israël zéro points …

So sehen Sieger aus. Selbst wenn es gelang, sie zu vernichten, so halten doch ihre Finger noch in Todesstarre den Knopf gedrückt, mit dem sie eine ideologische Mobilisierung in Gang setzten, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Der Hamas gelang es, sich mit der Reislamisierung Palästinas gegen »die geistige Invasion« des Westens (Artikel 15 der Hamas-Charta von 1988) in den Augen westlicher Linksintellektueller als legitimer Repräsentant der palästinensischen Sache und ihre Pressedienste als verlässliche Primärquellen internationaler Medien geltend zu machen.

Doch auch das reichte ihr nicht. Erfolgsverwöhnt, wie die Hamas war, bedurfte es eines Massakers an israelischen Juden, um auch die Queer- und die Klimabewegung (»No climate justice on occupied land«) von der Notwendigkeit zu überzeugen, Israel abzuschaffen. Denn »Free Palestine« bedeutet alles andere als eine vernünftige Zweistaatenlösung, an der weder die palästinensische Seite noch – seit der Ära Benjamin Netanyahus – die israelische interessiert ist.

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Pia Wieners
CSD instrumentalisieren

Hinter der Kampagne »CSD ­Verteidigen« stecken neostalinistische Gruppen

Wegen der Bedrohung durch Neonazis entstehen Strukturen, die Unterstützung für CSDs organisieren. Die meisten stehen in engem Austausch mit dem lokalen Organisationsteam. Anders sieht es bei der Kampagne »CSD verteidigen« aus.

Erneut konnten etliche Paraden zum Christopher Street Day (CSD) nur unter Schutz stattfinden. Wie bereits im vergangenen Jahr riefen Rechtsextreme bundesweit, insbesondere aber in der ostdeutschen Provinz, zum Protest gegen CSDs auf. Deshalb hatten sich schon im vergangenen Jahr einige Gruppen gegründet, um zusätzlich zum Polizeischutz vor allem kleinere CSDs und ihre Organisatoren zu unterstützen.

Eine, die sich das zumindest auf die Fahnen geschrieben hat, ist »CSD verteidigen«, eine Gruppe, die erst seit diesem März öffentlich in Erscheinung tritt. Eigener Aussage zufolge organisiert sie gemeinsame Anreisen, eine antifaschistische Beteiligung und gegenseitigen Schutz. »In möglichst vielen Städten« sollen dafür »offene Treffen« zur gemeinsamen Vernetzung stattfinden, heißt es auf ihrer Website. Alle Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen, die CSDs verteidigen wollen, seien dazu eingeladen, bei »CSD verteidigen« mitzuwirken. Es sei in Ordnung, »zu Themen unterschiedliche Ansichten« zu haben, solange beim grundsätzlichen Gruppenziel Einigkeit bestehe.

Auf Instagram folgen der Gruppe mittlerweile über 4.000 Personen. Ihre Motivation wirkt auf Außenstehende erst mal unverfänglich; die Gruppe scheint einen idealen Einstieg für bislang vielleicht unpolitische Menschen zu bieten. Immerhin ist die Bedrohung durch Neonazis real.

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Bernhard Torsch
Wo Israel beginnt, hört das Denken auf

Die Berichterstattung über die Lage im Gazastreifen räumt mit zweifelhaften Informationen jeden Zweifel über den wahren Übeltäter aus. 

Das Palestinian Center for Policy and Survey Research (PSR) führt ständig Umfragen in der Westbank und in Gaza durch. Im Dezember 2023 fragte das Institut, wie man zum Pogrom vom 7. Oktober stehe. Fette 82 Prozent der Westjordanland-Araber fanden das schlimmste Massaker an Juden in Israel klasse. Im Gazastreifen waren immerhin 57 Prozent der Ansicht, der Massenmord, die Massenvergewaltigungen und die Massenentführungen seien eine gute Sache gewesen. Nachdem die Begeisterung für den Judenmord auch in Gaza Anfang 2025 auf 74 Prozent hochgeschnellt war, hat sie langsam, aber deutlich nachgelassen. Im Mai 2025 meinten nur noch 37 Prozent der Gaza-Bewohner, es sei gut und klug gewesen, massenweise jüdische Zivilisten abzuschlachten. In Judäa und Samaria lag der Wert »nur« noch bei 59 Prozent. Diese Umfrageergebnisse wirken halbwegs glaubwürdig, denn sie zeigen das langsame Einsetzen des Realitätssinnes, der bei der Hamas nicht gerade beliebt ist und den sie schon bei Kleinkindern zu zerstören trachtet.

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Herta Müller
Ein OFFENER BRIEF

Sie wurden zu Monstern

In den meisten Berichten über den Krieg in Gaza beginnt der Krieg nicht dort, wo er begonnen hat. Der Krieg hat nicht in Gaza begonnen. Der Krieg begann am 7. Oktober, genau 50 Jahre nach dem Einmarsch Ägyptens und Syriens in Israel. Palästinensische Hamas-Terroristen verübten ein unvorstellbares Massaker in Israel. Sie filmten sich selbst als Helden und feierten ihr Blutbad. Ihre Siegesfeiern setzten sich zu Hause im Gazastreifen fort, wo die Terroristen schwer misshandelte Geiseln verschleppten und sie der jubelnden palästinensischen Bevölkerung als Kriegsbeute präsentierten. Dieser makabre Jubel reichte bis nach Berlin. Im Bezirk Neukölln wurde auf den Straßen getanzt und die palästinensische Organisation Samidoun verteilte Süßigkeiten. Im Internet häuften sich die fröhlichen Kommentare.

Mehr als 1.200 Menschen starben bei dem Massaker. Nach Folter, Verstümmelung und Vergewaltigung wurden 239 Menschen verschleppt. Dieses Massaker der Hamas ist eine totale Entgleisung der Zivilisation. In diesem Blutrausch liegt ein archaischer Schrecken, den ich in der heutigen Zeit nicht mehr für möglich gehalten hätte. Dieses Massaker hat das Muster der Vernichtung durch Pogrome, ein Muster, das die Juden seit Jahrhunderten kennen. Deshalb ist das ganze Land traumatisiert, denn die Gründung des Staates Israel sollte vor solchen Pogromen schützen. Und bis zum 7. Oktober glaubte man, dass er geschützt sei. Dabei sitzt die Hamas dem Staat Israel schon seit 1987 im Nacken. In der Gründungscharta der Hamas wurde die Vernichtung der Juden klar als Ziel genannt, und "der Tod für Gott ist unser edelster Wunsch".

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