

Wer wir sind
Seit 8/25 gibt es uns in Lübeck. Wir wollen uns energisch gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft engagieren und verstehen uns als eine antifaschistische Gruppe in der Tradition sozialer und linker Bewegungen.
Das Aufgreifen menschenfeindlicher Positionen durch etablierte Parteien, z. B. in der Migrationspolitik, der Kulturkampf gegen soziale Projekte, gegen Feminismus und gegen Rechte zur Selbstbestimmung aller Menschen wird von uns genauso bekämpft wie der erstarkte Antisemitismus und Maskulinismus.
Alerta!
PRÜF Demo 12.9.26
PRÜF steht für „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“
Es gibt nur eine Forderung:
„Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“
Infos: pruef-demos.de
Maifest 2026
Tausende feierten auf dem 1. Maifest 2026 auf dem Gelände der Walli (alternative e. V.), wir auch mit unserem ersten Stand
Für jüdisches Leben - mitten in Lübeck und überall!
Am 25. März 1994 verübten vier junge Lübecker aus der rechtsextremen Szene einen Brandanschlag auf die Synagoge in der St. Annenstraße. Dies war der erste Anschlag auf ein jüdisches Gotteshaus nach dem Ende der NS-Herrschaft in Deutschland. Er löste weltweit Entsetzen aus. 4000 Menschen demonstrierten am Folgetag unter dem Motto „Lübeck hält den Atem an“ gegen Fremdenhass und Antisemitismus in ihrer Stadt. Im Jahr darauf, in der Nacht zum 8. Mai 1995, gab es einen weiteren Brandanschlag auf die Synagoge. Das eingezäunte Gelände wird rund um die Uhr von der Polizei bewacht.
Der Antisemitismus war nie weg. Seit dem Massaker, das islamistische Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 in Israel verübt haben, ist die Zahl antisemitischer Straftaten nochmals sprunghaft angestiegen. Wir finden es unerträglich, dass jüdisches Leben in der Öffentlichkeit ohne Polizeischutz inzwischen undenkbar ist.
Wir setzen uns ein für eine Gesellschaft, in der Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit keinen Platz haben. Wir lehnen Antisemitismus in jeder Gestalt ab − unabhängig davon, ob er politisch, religiös oder ideologisch begründet wird.
Jüdisches Leben gehört seit Jahrhunderten zu Lübeck. Wir wollen, dass Jüdinnen und Juden in unserer Mitte sicher und sichtbar leben können. Darum engagieren wir uns für den Abbau von Vorurteilen, für eine lebendige Erinnerungskultur und ein respektvolles Miteinander. Wir unterstützen alle Initiativen, die diesem Ziel dienen.
Veranstaltet vom Bündnis gegen Antisemitismus Lübeck
Hafenstraße 52
Gedenkveranstaltung zum 30. Jahrestag der rassistischen Morde
in Gedenken an:
Françoise Makodila Landu
Christine Makodila
Miya Makodila
Christelle Makodila Nsimba
Legrand Makodila Mbongo
Jean-Daniel Makodila Nkosi
Monica Maiamba Bunga
Nsuzana Bunga
Sylvio Bruno Comlan Amoussou
Rabia El Omari
weitere Infos:
2. PRÜF Demo am 13.12.25
Prüf-Initiative
für ein Verbot rechtsextremer Parteien
Wir unterstützen als Gruppe auch in Zukunft durch unsere Teilnahme die kontinuierlich stattfindenden Veranstaltungen bis zum Verbot aller rechtsextremen Parteien.
Eindrücke von der ersten PRÜF-Demo im November 2025
In Gedenken an die Opfer des Hamas Massakers am 7.10.23
Zentraler Markt Lübeck 7.10.23
Wir erinnern, trauern und stehen solidarisch an der Seite jüdischen Lebens
Veranstaltet in Kooperation:
- KIAS Kritische Intervention gegen Antisemitismus
- BgA Bündnis gegen Antisemitismus Lübeck
- OGR OMAS GEGEN RECHTS Lübeck Altstadt
Unterstützt von:
- Haus der Kulturen
- Formum für Migrant*innen Lübeck
Veranstaltung des PEN Berlin gegen die Ausladung von Michel Friedman
Klütz 29.9.25
Die Ausladung des Publizisten Michel Friedmann von einer Lesung im Uwe Johnson Haus in Klütz wurde bundesweit thematisiert und kritisiert (siehe auch hier).
Die Schriftsteller*innen-Vereinigung PEN Berlin lud als Reaktion auf die Ausladung auf den Markt in Klütz ein, um das freie Wort zu verteidigen.
Gekommen sind 400-500 Menschen, darunter auch viele Menschen aus dem Ort. Diese sind jedoch in der Mehrheit nicht gekommen, um für Meinungsvielfalt zu werben und die Ausladung zu bedauern, sondern um in typischer Täter-Opfer Umkehr gegen die ungerechte „Meinungshetze“ gegen Klütz und gegen den Leiter des Uwe Johnson Hauses zu protestieren (siehe Bilder), der den Skandal zum Glück öffentlich machte. Anstatt selbstreflexiv den Fehler zu bedauern, kündigte der Bürgermeister seinen Rücktritt an und viele Menschen aus Klütz solidarisierten sich eher mit ihm, als über den ungeheuerlichen Vorfall nachzudenken.
Nun hätte es zum üblichen Geschrei kommen können zwischen sich ungerecht behandelt gefühlten Menschen aus Klütz und Menschen, die den Vorfall aufarbeiten wollten, indem sie die Bedeutung der Ausladung thematisierten und kritisierten.
Doch zu dem Geschrei kam es nicht.
Es gelang PEN Berlin im Rahmen eines einzigartigen und ungekannten Konzeptes, die Situation zu entschärfen und die beiden Lager ins Gespräch zu bringen. Alle Menschen auf dem Marktplatz konnten bis zu drei Minuten ihre Meinung zum Thema sagen. Es wurde zugehört und teilweise kam es sogar dazu, dass auch zu Wortbeiträgen des „anderen“ Lagers geklatscht wurde. Es kam nicht zu Hass und Hetze, wie es sonst inzwischen üblich ist. Auch Friedmann und die Moderatorin Thea Dorn hielten sich mit Bewertungen bzw. Anschuldigungen zurück. Es gab einen Dialog und selten war eine entsprechende Veranstaltung so spannend und erfolgreich im Sinne konstruktiver Auseinandersetzung.
Für die Klützer*innen, dem Bürgermeister und dem Gemeinderat gibt es nun zwei Optionen:
- Option: sie verstricken sich in eine Opferrolle, fühlen ihren Ort ungerecht behandelt, fischen sich einen „Schuldigen“ raus (der Leiter des Uwe Johnson Hauses), der an allem Schuld ist und können sich in typischer Selbstgerechtigkeit gegenseitig beteuern, dass der Skandal nichts mit ihnen zu tun hat.
- Option: der Ansatz des PEN Berlin zur konstruktiven Auseinandersetzung wird aufgegriffen, der Dialog fortgeführt und es wird versucht, eine Lösung zu finden. Selbstverständlich verbunden mit einer Einladung Friedmanns wie geplant.
Es sei abschließend angemerkt, dass in den Redebeiträgen deutlich wurde, dass weder Bürgermeister, noch Gemeinderat lost sind. So soll der Bürgermeister als einer von wenigen Bürgermeistern der Region bereit gewesen sein, Geflüchtete aufzunehmen. Ein Gemeinderatsmitglied hat sich zudem während der Veranstaltung durchaus selbstkritisch geäußert. Das Angebot zum Dialog wurde von vielen Klützer*innen dankbar angenommen und es wirkte nicht so, als ob es nicht doch noch zu einem guten Ende kommen könnte.
Es sei aber auch angemerkt, dass immer noch nicht deutlich wurde, warum Friedmann wirklich ausgeladen wurde. Genannte Gründe (z. B. Finanzierung) konnten glaubhaft als vorgeschoben widerlegt werden.
Demo gegen AFD Büro in Malente
20.9.25
Eine tolle Demo mit vier Wermutstropfen
Für Malente eine beachtlich große Menge an sympathisch divers zusammengewürfelten Antifaschisten*innen machte den Ortsnazis Dampf und zeigte den Initiator*innen ihre Solidarität und ihren Abscheu gegen die AFD und deren Präsenz im Ortskern.
Warmherzig die Ansprachen der örtlichen OMAS, die perfekt organisiert hatten. Höhepunkt war die emotionale Ansprache am Ende, bei der deutlich wurde, welch Druck Menschen ausgesetzt sind, die sich gegen Gewalt, Hass und Hetze wehren.
Vier Wermutstropfen:
- Die übliche Israel-Dämonisierung durfte nicht fehlen. Der Sprecher von Die Linke prangerte Israel an und es stellt sich die Frage, was der Nahostkrieg mit dem AFD Büro in Bad Malente zu tun haben soll. Ein bedrückender weiterer Beweis für den sich in dieser Partei exponentiell ausbreitenden Antisemitismus. Ob die Parteimitglieder wohl nach Geschlechtern getrennt zu den Anti-Israel Demos fahren, wie es inzwischen durchaus üblich ist?
- Ein Schwurbler lief mit seinem Schwurblerschild am Rande des Kundgebungsplatzes. Als einige empört sein Schild verdeckten und einen Ring um ihn bildeten, hat es der Mann sichtlich genossen, soviel Aufmerksamkeit zu erhalten. Es wäre sicher klüger gewesen, ihn rumlaufen zu lassen und zu ignorieren, sein Schild sagte immerhin mehr über seinen Geisteszustand aus als über das, was an Schwachsinn auf dem Schild stand.
- Die Fensterscheibe eines Wohnmobils mit bunten Aufklebern wurde zerstört.
- Das AFD-Büro.
CSD Grevesmühlen
13. September 2025
der erste CSD in Grevesmühlen
CSD Lübeck 2025
neben und auf dem Wagen...
Unsere erste Aktivität
dazu auch ein Text zur Vereinnahmung der CSDs durch fragwürdige Gruppen:
von Pia Wieners
Artikel
OMAS GEGEN RECHTS Lübeck-Altstadt
Anmerkungen zum linken Antisemitismus
Es bricht sich Bahn, was nie weg war. Kontinuierlich nahm die Judenfeindlichkeit in den letzten Jahrzehnten zu.
Doch erst der Hamas Überfall mit dem Gemetzel und Vergewaltigen von Juden und Jüdinnen oder an denen, die die Mörder und Vergewaltiger für Juden und Jüdinnen hielten, führte zu einer Explosion der Judenfeindlichkeit.
Veronika Kracher
Patriarchale Geschlechterrollen und Krisennarrative
Verschwörungsideologisches Denken tritt in allen gesellschaftlichen Milieus auf. Jedoch werden Männern andere Identitätsangebote in verschwörungsideologischen Narrativen geboten als Frauen. Hängt die männliche Affinität zu Verschwörungsgläubigkeit mit einer Krise der Männlichkeit zusammen?
Richard Schuberth
And the Winner Is ... Hamas
Wie es einer klerikalfaschistischen Mördersekte gelang, die Bemühungen eines großen Teils der internationalen Linken vom Kampf gegen Kapitalismus und Umweltzerstörung auf den gegen einen Ministaat umzulenken, der als Knotenpunkt aller Weltübel halluziniert wird...
Take a Stand Against Antifeminism
Wie Manosphere und Rechtsextreme gemeinsam Politik machen
Maskulinismus ist weltweit auf dem Vormarsch – angetrieben von der Manosphere, Rechtsextremen und Tech-Milliardären. Eine gefährliche Allianz, die zunehmend an Macht gewinnt – und parasoziale Beziehungen gezielt zur politischen Mobilisierung einsetzt.
Buch- und Filmtipps
Buchtipp:
Veronika Kracher

Ein breites Publikum beteiligt sich begeistert an Hass und Hetze gegen Frauen – stellenweise sogar ungehemmt unter vollem Klarnamen.
Influencer, deren Content ausschließlich aus Angriffen gegen Frauen und queere Menschen besteht, erreichen auf sozialen Medien ein Millionenpublikum.
In »Bitch Hunt« analysiert Veronika Kracher die Funktion digitaler Misogynie, welche Rolle misogyne Kampagnen im rechten Kulturkampf spielen, und wieso Soziale Medien alltäglichen Frauen hass in einer patriarchalen Gesellschaft derart verstärken.
(Pressetext) Zum Verlag
Buchtipp:
Richard Schuberth

»Richard Schuberth, der sachkundig und sprachmächtig wie kaum ein anderer seit Jahren über Israel und Palästina schreibt und gegen Falschmeldungen aller politischen Bastionen anschreibt …« (Karl-Markus Gauß)
»Die Flachdenker:innen mit den Palästinensertüchern, die sich sozusagen in ihre eigene Selbstgerechtigkeit gewanden, die würden dieses Buch nicht lesen, aber selbstreflektierte Menschen, die auch ein Vergnügen haben an gutem Stil, der nicht prunkt, der aber aus der Tradition der Sprachkritik Österreichs kommt, für diese Menschen ist das Buch ein Erkenntnisvergnügen.« (Marko Martin, Deutschlandfunk)
(Pressetext) Zum Verlag
Dokutipp:
JAMEL – Lauter Widerstand

Das Dorf Jamel ist von Neonazis gezielt als „nationalsozialistisches Musterdorf“ besiedelt worden.
Das Festival bedeutet seit 2007 Gegenwehr gegen diese Vereinnahmung und soll den Nazis demonstrieren, dass ihnen „demokratischer Gegenwind“ entgegen bläst.
Seitdem versammeln wir uns jedes Jahr, um rechten Strukturen entschlossen entgegenzutreten und vor Ort eine lebendige, demokratische Kultur und einen gemeinsamen Meinungs- und Willensbildungsprozess zu stärken.
ARD Mediathek Zum Film
Dokutipp:
Sexismus im Punk

Ist die Punkszene sexistisch, fragt rhetorisch diese Doku, denn die Antwort ahnen wir.
Ein Rückblick auf frühere Tage mit aktuellen Bezügen auf die heutige Szene
Sehenswerte Doku mit duften Oldies (menschliche und musikalische)










































































