Arbeitsgruppe Patriarchat

Texte, Literaturtipps, Diskussionsergebnisse... 

Take a Stand Against Antifeminism
Wie Manosphere und Rechtsextreme gemeinsam Politik machen

Maskulinismus ist weltweit auf dem Vormarsch – angetrieben von der Manosphere, Rechtsextremen und Tech-Milliardären. Eine gefährliche Allianz, die zunehmend an Macht gewinnt – und parasoziale Beziehungen gezielt zur politischen Mobilisierung einsetzt. 

Erstveröffentlichung in Belltower News

Andrew und Tristan Tate sind zurück in Florida. Die beiden „Manosphere-Influencer”, die sich als Verkörperung eines hypermaskulinen Lebensstils inszenieren und in Rumänien unter anderem wegen Menschenhandel und Vergewaltigung angeklagt sind, dürfen wieder reisen. Obwohl die Staatsanwaltschaft in Florida angekündigt hat, Anklage gegen die Brüder zu erheben, werfen ihre engen Verbindungen ins Trump-Lager Fragen auf: Haben ihre mächtigen „Bros” ihre Beziehungen spielen lassen, um die Reisesperre aufheben zu lassen?

Es wäre ein weiterer Beleg für den Schulterschluss zwischen rechtspopulistischen und rechtsextremen Akteur*innen und der Manosphere, einem dezentralen, antifeministischen und maskulinistischem Online-Netzwerk aus „Pick-up-Artists”, „Incels” und „Männerrechtlern”.

Die Rhetorik und Narrative der Manosphere sind längst in Teilen der US-amerikanischen, aber auch deutschen Politik angekommen – und haben reale Folgen. 

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Veronika Kracher
Patriarchale Geschlechterrollen und Krisennarrative

Verschwörungsideologisches Denken tritt in allen gesellschaftlichen Milieus auf. Jedoch werden Männern andere Identitätsangebote in verschwörungsideologischen Narrativen geboten als Frauen. Hängt die männliche Affinität zu Verschwörungsgläubigkeit mit einer Krise der Männlichkeit zusammen? 

Ersterscheinung: Digital Report zum Thema“ Digitale Mobilisierung für den ‚Wutwunter’“ des Else Frenkel-Brunswik Instituts.

Die Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und auch die drohende Energiekrise sind allesamt Gründe, besorgt auf die kommenden Monate zu blicken. So ist es durchaus nachvollziehbar, dass Menschen sowohl auf psychologischer als auch gesellschaftlicher Ebene nach Erklärungen und Halt suchen. Diese Krisenerlebnisse verstärken die Entgrenzungserfahrungen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Aus der Perspektive der Kritischen Theorie leisten diese Erfahrungen autoritären Charakterstrukturen Vorschub.

Radikalisierung des „Querdenken“-Milieus

Die Querdenken-Proteste haben gezeigt, dass sich das vielschichtige, deutschlandweit und breit in der Gesellschaft vorhandene autoritäre Potenzial mobilisieren lässt. Verschwörungsnarrative liefern in diesem Zusammenhang zumindest scheinbar Erklärungen für als bedrohlich und schwer begreifbar wahrgenommene Zustände.

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Die verschwörungsideologische Szene nutzt bestimmte Männerbilder, um Demokratiefeindlichkeit und antisemitische Mythen zu verbreiten. Mit tradierten Vorstellungen von Geschlecht werden so viele Menschen von Verschwörungsideologien erreicht und leichter radikalisiert. Gekränkte Männlichkeit, die Angst vor Souveränitätsverlust und das Bedürfnis besser als alle anderen „Bescheid zu wissen“ ergeben dabei einen toxischen Nährboden, der zur Gefahr für Andere werden kann. 

Entschwörung konkret — Wieviel Geschlecht steckt in Verschwörungsideologien?“ ist eine neue Handreichung der Fachstelle für Politische Bildung und Entschwörung. In dem Projekt der Amadeu Antonio Stiftung entwickeln Ferdinand Backöfer und Lisa Geffken zusammen neue, pädagogische Zugänge, um erwachsene Menschen in einem kritischen Umgang mit Verschwörungserzählungen zu unterstützen. Der folgende Text basiert auf Auszügen aus der Broschüre.

Xavier Naidoo, Attila Hildmann, Bodo Schiffmann, Michael Wendler, Heiko Schrang, Oliver Janich, Wolfgang Wodarg, Michael Ballweg, Ken Jebsen, Nikolai Nehrling: schaut man sich die Gallionsfiguren der Corona-Leugnungsbewegung an, stellt man fest, dass diese primär männlich sind. Zwar gibt es mit der Autorin Eva Hermann oder der Widerstand 2020-Vorstandsvorsitzenden Kirsten König auch einige Frauen, die in der Szene wortführend sind. Aber dennoch sind sowohl auf den Telegram-Kanälen, als auch auf den Demonstrationen, eher Männer präsent. Welchen Zusammenhang gibt es also zwischen Männlichkeit und Verschwörungsglauben...

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